Reviews

Kultur in München

Wenn Kultur in München schon einmal ein Konzert präsentiert, wollen wir euch das natürlich auch mit ein paar Zeilen vorstellen. Am 15. November diesen Jahres erschien das Album „Slaves Of Salvation“, eine wahre Dampfwalze aus Groove und Thrash Metal, die sich mehr als nur hören lassen kann! Die Band dahinter: Blackenend Halo aus München. Die Formation um Frontmann und Gitarrist Luka Schwarzlose (richtig, einer unser fleißigen Schreiberlinge!) hat sich in den letzten Jahren mit ihrer EP „Into Oblivion“ schon einen kleinen Namen in der Münchner Metal-Szene gemacht. Nun werden zum ersten Mal große Geschütze aufgefahren – am 17. Januar 2020 geht es zum Release-Konzert in den Backstage Club. Mit dabei: Reverend Hound und KRUG!

Crossfire Metal

Blackened Halo aus München wurden 2015 gegründet und spielen eine Mischung aus Heavy-, Thrash- und Groove Metal. Der ersten EP „Into Oblivion“ aus dem Jahr 2017 folgt nun das erste reguläre Album „Slaves Of Salvation“. Dabei wurde nur „Inferno“ von der EP noch einmal neu aufgenommen. Zehn zusätzliche Songs befinden sich auf dieser CD. Und die Jungs grooven ordentlich. Einflüsse von Metallica, Pantera, Machine Head, Annihilator, Trivium und ähnlich gepolten Bands sind nicht von der Hand zu weisen. Die Musik ist gut gespielt und Headbanger-tauglich. Der Gesang ist rau, aber melodisch. Zudem gibt es geile, fette Backing Vocals, die bestimmt auch live gut reinknallen. Blackened Halo sind ganz klar amerikanisch geprägt, machen ihre Sache aber richtig gut. Lediglich die Black Sabbath-Coverversion am Ende des Albums will nicht so richtig zum Rest des Albums passen, auch wenn man den Solopart immerhin mit Doublebass unterlegt und dem eigenen Stil etwas angepasst hat. Die Produktion geht ebenfalls in Ordnung. Blitzsauber ist diese zwar nicht, aber eben auch nicht klinisch und steril, wie das sonst häufig bei solchen Bands der Fall ist. Die Münchener erfinden das Rad sicherlich nicht neu, sind aber auch mehr als nur eine billige Retro-Kapelle. Unterm Strich ist die CD mit über einer Stunde Spielzeit vielleicht etwas zu lang ausgefallen, aber dennoch machen Blackened Halo auf ihrem Debüt schon ganz viel richtig!

curt

Eine frische Band schickt sich an, eine markante Duftmarke in der Münchner Heavy Metal-Landschaft zu hinterlassen. Blackened Halo sind Luka Schwarzlose (Gesang, Gitarre), Timo Rosenberg (Gitarre), Robin Ahles (Schlagzeug) und Marvin Kraner (Bass). Gegründet im Jahr 2015, ein erstes Lebenszeichen 2017 mit der EP Into Oblivion gesetzt, 2019 wieder im Studio gewesen und das erste Schwergewicht in Langspielformat eingetrümmert. Am 17. Januar wird Slaves of Salvation offiziell mit einer knackigen Release Show im Backstage Club auf die Headbangermeute losgelassen.

Die vier Münchner Schwermetaller spielen klassischen Thrash Metal mit einer belebenden Prise modernem Groove. Fette Riffs, ein pumpender Bass, präzises Drumming und der markante Gesang verleihen den 11 Songs von Slaves of Salvation ein konkurrenzfähiges Niveau. Es wirkt schon ein wenig verwunderlich, dass die Band noch ohne Deal ist und die Scheibe in Eigenregie herausbringt. Wenn die Pläne für 2020 aufgehen und Konzert um Konzert gespielt wird, sollte sich dieser Zustand rasch ändern.

Mit ihrem Sound orientieren sich Blackened Halo an den Genregrößen. Metallica, Exodus, Testament, Machine Head, Pantera. Was nicht verkehrt ist. Wirken die Songs absolut auf den Punkt gespielt, klar strukturiert und reif für den Moshpit. Wer sich an die sträflich unterbewerteten Sacred Reich erinnert fühlt, wird mit Slaves of Salvation eine Menge anfangen können. Und hatten die Jungs aus Phoenix / Arizona nicht auch ein Black Sabbath Cover am Start?

Unterstützt werden Blackened Halo an diesem Abend von den Münchner Kollegen von Reverend Hound, die ihren Heavy Metal Thunderstorm in gewohnt treffsicherer Manier durch die Boxen jagen werden sowie von den Groove-Thrashern Krug. Es wird also heiß im Januar 2020. Be there!

Twilight Magazin

Wenn die vier Bayern von der Bibel sprechen, dann wohl eher von einer Thrash Metal Enzyklopädie als vom Buch der Bücher, welches ihre Landsmänner für Gewöhnlich unters Kopfkissen legen.
Die Liste der selbstgenannten Einflüsse ist lang: von frühen METALLICA über EXODUS, TESTAMENT und DEATH ANGEL bis hin zu PANTERA, LAMB OF GOD und MACHINE HEAD. Das Ergebnis der eingängigen Beschäftigung mit ihren Vorbildern ist eine würzige Mischung kraftvoller Thrash Riffs, gehaltvoller Grooves und geschmackvoller Melodien. Dabei setzen die Münchener eher auf mittelschnelle Songs als auf irre Geschwindigkeit, was mir ehrlich gesagt recht gut gefällt. So lassen sich etwa in „Hail to the Omega“ Mitgrölparts problemlos mit treibender Doublebass verbinden. In „Rivers of Solitude“ wechselt die Band dann sogar mal in etwas doomigere Gewässer und Sänger Luka wechselt zwischen Aggression und jammervollem Gesang. Dass die Band mit OZZY vertraut ist, beweist ja auch das abschließende BLACK SABBATH Cover zu „N.I.B.“. Diese düsteren Einflüsse sind durchaus auch in „Realm of the Dead“ nachzuhören. Für mich gehören Songs wie das abwechslungsreiche „Knockout“ und „Bite The Curb“ zu den stärksten Auftritten auf dem Debüt der Jungs von BLACKENED HALO, deren Thrash ich am ehesten mit Bands wie den Skandinaviern von ROSICRUCIAN oder AM I BLOOD vergleichen würde. Den ein oder anderen Song könnte man für meinen Geschmack zwar noch etwas komprimieren, aber insgesamt ist die Marschrichtung die Richtige. Mit über einer Stunde Spielzeit liefern BLACKENED HALO ein wirklich hörenswertes Groove-Thrash Album „Made in Germany“ ab, welches die Einflüsse der Bay Area mit moderneren Kapelle und vielen Spät-90er-Vibes verbindet. Bekanntlich zählt ja der erste Eindruck und der ist von den Bayern wirklich gut. Die Release-Party ist am 17. Januar 2020 im Backstage Club München, zusammen mit Reverend Hound (NWOBHM) und Krug (Thrash Metal)!

Metal Jacket Magazine

I cannot recall if I ever heard a more American sounding album coming from Germany. It’s a country with a long and outstanding legacy when it comes to any subgenre of metal music, so there is not much need to look beyond for influences. However, that is not a problem as the borders are drawn by politicians, not musicians. Plus, Blackened Halo does a fairly good job mimicking the US feel in their creation.

Another not quite expected note on “Slaves of Salvation” is its sheer length. Publishing just over an hour of music is a risky business and requires a whole lot of skill and creativity. And that is not something you are expecting from a band that only has one EP in their discography prior to this album. Two tracks from the EP even show up on the album itself. Couple that with a Black Sabbath cover and that is over 15 minutes of playing time that could’ve been spared, making “Slaves of Salvation” a much more concrete release. And one that keeps the listener focused throughout. That right there is the main flaw here. I can’t be sure if that is the result of the lack of experience with keeping the tracks shorter and ‘to the point’, or something else, but it is the only thing I find wrong on the record.

On the up side, Blackened Halo does show a lot of potential. When I mentioned the influences from the USA, I was referring mostly to Iced Earth. Namely, Thrash Metal expanded beyond the mere aggression of the genre. For a more raging side of the quartet’s music, one must turn their heads to Metallica for reference. Most of all, the last couple of albums by the (in)famous Americans. You can hear it most clearly in the rhythm patterns. Rhythm guitar and drums, to be precise, which make for most of the dynamics “Slaves of Salvation” offers. Not to forget the groovy imprint that emerges from some of the mentioned patterns. Occasional melodic leads and solos also create a slight digression from time to time, showcasing the technical side of the band. Now, as is often a case, especially with young acts such as Blackened Halo, the songs themselves tend to suffer a bit from the technique. Again, lacking a bit of experience in fusing it into the otherwise memorable tracks and thus watering them down a notch. And memorable they certainly are, mostly thanks to catchy choruses. Speaking of those, one must note the vocalist, singing in impeccable English, without the slightest German accent. There is a strong and confident bunch of vocal chords within the man. There is surely some room for improvement, but he is definitely a valuable asset of Blackened Halo’s sound.

While on the subject of vocal performance, lyrics are the biggest surprise here. Choruses for the crowd to easily participate in the show are one thing. Quite the other are the rest of the lines sung by the mentioned Luka, with some help from two other members of Blackened Halo. The Germans have successfully avoided most of the clichés, though the topics they are dealing with fall under such category. Furthermore, the lyrics do not go to another end of the rope, meaning they do not stray into some deep philosophical approach. They are honest and point fingers at all those culpable for the current state of humanity and (most of all) religious hypocrites. On top of that, the Germans explore some history and literature, and do so in a very comfortable way. 

So, where do I stand with “Slaves of Salvation”? As mention above, it is an album that shows potential. Nothing more for now, but if they play the cards right, there might just be a bright future awaiting them. Blackened Halo certainly has what it takes. The question is will they be able to fit the pieces together. I would like to think they will. Thumbs up

MetalZone

München ist nicht nur die bayrische Landeshauptstadt, sondern auch im Metal immer wieder recht “ergiebig”.
2015 zum Beispiel haben dort Blackened Halo das Licht der Welt erblickt, und 2019 haben sie mit Slaves of Salvation ihr erstes Album released.
Eine EP ging dem ganzen voraus, aber wir widmen uns hier dem aktuellen Release.
Also, wir starten das ganze, und sofort legt man los, und das was ich hier höre gefällt mir extrem gut.
Oldschooliger Thrash mit einer mächtigen Prise Groove, so macht es Spaß.
Schon nach dem ersten Durchgang kann ich sagen, starke Leistung Jungs.
Die Instrumentalfraktion ist bestens aufgelegt, und die Gitarren dominieren das ganze, starke Riffs und eingängige Melodien bilden das Grundgerüst der Scheibe.
Die Vocals klingen rauh, und doch immer gut verständlich, und auch der ein oder andere Gangshout ist zu vernehmen.
Dafür dass es die Band erst knapp fünf Jahre gibt, und dies erst das zweite Release ist, spielt man wie die ganz großen.
Man sollte hier keine Slayer oder Kreator-mäßigen Songs erwarten, denn der Grooveanteil ist recht hoch.
Nichts desto trotz komm ich nicht drumherum hier genüsslich mit Kopf und Fuß zu wippen und die elf Songs in einem Rutsch durchzuhören, und hier bekommt man ordentlich was für sein Geld, immerhin eine ganze Stunde feinster Musik, inkl. einer Reminiszenz an die mächtigen Black Sabbath in Form von N. I. B.
Dieses Jahr ist meines Erachtens nach bisher das Stärkste in den fünf Jahren, denn auch hier gebe ich wieder 10 von 10 Punkten.

Musix

Blackened Halo kommen zwar nicht aus der Bay Area, sondern aus der Bayern Area bzw. München, huldigen aber dem Bay Area-und Old School Thrash und können dabei mit Genregrößen wie Testament und Exodus locker mithalten. Die Jungspunde rumpeln und riffen mächtig nachvorne und legen gewaltig Attitüde und Aggression an den Tag. Blackened Halo verfeinern ihren klassischen Thrash mit einigen traditionellen Heavy-Elementen und verfrachten diesen Style mit gewaltigen Grooves und harten Harmonien und wuchtigen Melodien locker in die Gegenwart. Die ausgereiften Kompositionen haben dabei nicht nur Power-sondern auch Progressive-Anspruch. Metal ist the law! Beißend, bissig und brutal (gut).

Musix